Populärkultur – Geschlecht – Handlungsräume

Zum fünften Mal lädt die Arbeitsgruppe Gender-Forschung der Universität Rostock zum Interdisziplinären Gender-Kolloquium ein. Vom 19. Bis 21. Mai 2016 dreht sich dabei alles um das Thema: »Populärkultur – Geschlecht – Handlungsräume«. Erstmals wird dabei auch der Schauplatz gewechselt, denn die Tagung findet dieses Mal im Peter-Weiss-Haus statt.

»Ich spüre eine dritte oder vierte Feminismus-Welle in der Luft, vielleicht sollten wir also die Büchse der Pandora ein wenig öffnen und zu reden beginnen.« Das schlug die Musikerin Björk 2015 vor. Doch nicht nur Björk hat in den vergangenen Jahren den Feminismus neu für sich entdeckt. Viele einflussreiche KünstlerInnen aus dem Bereich der Popkultur wie SchauspielerInnen, RegisseurInnen oder BloggerInnen haben inzwischen Fragen der Geschlechter und deren Repräsentation ins Zentrum des eigenen künstlerischen und politischen Schaffens gestellt. Das fünfte Interdisziplinäre Kolloquium zur Gender-Forschung, das unter dem Thema »Populärkultur – Geschlecht – Handlungsräume« steht, setzt sich daher mit diesem Phänomen auseinander.

Vorträge renommierter WissenschaftlerInnen aus dem In- und Ausland wechseln sich mit Diskussionen und einem musikalischen Programm ab. Die Themen beschäftigen sich z.B. mit der Geschlechter-Verteilung in der Film-Produktion, Gender-Bildern in Film und Musik-Videos, geschlechtsspezifischem Nutzungsverhalten von Pornographie im Internet und Beauty-Videos auf YouTube. Die Tagung wird am Donnerstag, 19. Mai 2016, um 17.30 Uhr mit einem Vortrag zu kultureller Vielfalt und Toleranz an der Universität eröffnet. Die Veranstaltung steht allen Interessierten kostenfrei und ohne Anmeldung offen. Das gleichzeitig in Rostock stattfindende »FiSH – Festival im StadtHafen« bietet sich an, um nach den Vorträgen auch selbst gleich wieder den Blick auf populärkulturelle Beiträge zu richten und sich mit diesen auseinanderzusetzen.

Organisiert wird das Gender-Kolloquium von der Arbeitsgruppe Gender-Forschung an der Universität Rostock. Die Tagungsreihe wurde 2007 initiiert und findet seither in zweijährlichem Rhythmus statt. Die Beiträge des vorherigen Kolloquiums sind in einer Publikation unter dem Titel »Migration – Geschlecht – Lebenswege« im LIT-Verlag erschienen.

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